Buchtipps
Leben mit Grenzen

Leben mit Grenzen - Betroffene und Mitarbeitende berichten über ihre Erfahrungen in der Kinderhospizarbeit
Zweites Buch der Schriftenreihe des Deutschen Kinderhospizvereins
Olpe – Unter dem Titel „Leben mit Grenzen“ hat der Deutsche Kinderhospizverein e.V. sein zweites Buch in der Schriftenreihe zur Kinderhospizarbeit herausgegeben. Betroffene Eltern, Mitarbeitende aus der Kinderhospizarbeit und aus anderen Berufsgruppen berichten in dem 260 Seiten umfassenden Buch von ihren Erfahrungen und Eindrücken im Kontext der Kinderhospizarbeit. In Deutschland leben mehr als 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer lebensverkürzenden Erkrankung. Es ist die Aufgabe ambulanter und stationärer Kinderhospizarbeit, diese Mädchen und Jungen und ihre Familien ab dem Zeitpunkt der Diagnose zu begleiten.
Thematisch wurde das Buch in mehrere Abschnitte unterteilt: In Grenzen leben berichten betroffene Eltern von Ihren Erfahrungen, gemeinsam mit ihren Kindern Diagnose und Verlauf der lebensverkürzenden Erkrankung leben zu müssen – auch über den Tod ihrer Tochter oder ihres Sohnes hinaus. Gemeinsam die Fülle des Lebens und die Fülle der Welt entdecken enthält Berichte aus der Arbeit und dem Zusammenleben mit den erkrankten Kindern. Es gilt, den Perspektivenwechsel vom Defizit hin zum Ressourcenblickwinkel zu vollziehen: Die Potentiale zu entdecken, über die die Kinder verfügen und ihnen Wege zur Gestaltung ihres Lebens zu geben.
Jenseits von Sprache: Wahrnehmung mit allen Sinnen, beschreibt Möglichkeiten der Kommunikation jenseits von Sprache sowie Chancen des nonverbalen Erlebens und Zusammenwirkens mit künstlerischen Mitteln der Kunst- und Musikpädagogik. Es geht dabei auch um das sich Einlassen und Einfühlen. Begleitung im Alltag beschreibt die Kinderhospizarbeit: Vielfältige Konzepte, Strategien, Erfahrungen und Wahrnehmung bei der Begleitung der Kinder in allen Lebenssituationen wie Schule, Krankenhaus, im häuslichen Bereich. Auch die pädiatrische Palliativbegleitung und die Begleitung nach dem Tod des Kindes werden in Ihrer Vielfalt vorgestellt. Kinderhospizarbeit heißt Mitten in der Gesellschaft stehen. Dabei kooperiert sie mit anderen Verbänden und Professionen, mit der Politik, besonders der Kinderpolitik. Mitten in der Gesellschaft bedeutet auch interreligiöser Dialog über Leid, Krankheit und Tod sowie die Berücksichtigung der interkulturellen Anforderungen an eine kultursensible Begleitung.
Das Buch wendet sich an betroffene Familien, an ehrenamtlich Tätige in der Kinder- und Hospizarbeit, an Mitarbeitende im Sozial-, Gesundheits- und Erziehungsbereich, in Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und Selbsthilfegruppen, in einschlägigen Verwaltungen, Krankenkassen, Stiftungen und Verbänden sowie an die gesellschaftliche, politische und mediale Öffentlichkeit.
Hinzugefügt: Montag, 18. Januar 2010
Von: Leonie Steens
Bewertung: Keine
Zugehöriger Link: Bestellseite des Hospiz-Verlags