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Betroffene beraten Betroffene

Liebe Aktive,


im November 2009 hatte die ACHSE das Seminar »Betroffene beraten Betroffene – Menschen mit seltenen Erkrangungen nicht alleine lassen!« angeboten.


Zielgruppe: In der Beratung von Betroffenen tätige VertreterInnen aus ACHSE-Mitgliedsorganisationen


Anbei findet Ihr den dazugehörige Bericht von Ulrike Danner-Jacquard.

Seminar »Betroffene beraten Betroffene«, 20.11. - 22. 11. 2009 in Bonn

Die Gruppe setzte sich zusammen aus 25 Personen von unterschiedlichen Selbsthilfegruppen bzw. Vereinen, zum Teil selbst beeinträchtigte Menschen, aber auch Angehörige.

Es standen 2 Seminarräume zur Verfügung um Kleingruppenarbeit zu ermöglichen.

Ablauf

Freitag

Wir starteten mit einer Vorstellungsrunde.

Es wurden unterschiedliche Krankheitsbilder und Verläufe vorgestellt. Zum Teil waren mir diese unbekannt. Die Arbeit von Leona wurde von mir vorgestellt.

Wir richteten zur Information einen Info-Tisch ein. Von Leona legte ich Flyer und einige Jahreshefte aus.

Danach wurde in Kleingruppe die wichtigen Eigenschaften eines Beraters erarbeitet.

(In den Gruppen sollten sich immer Personen zusammen finden, die sich nicht kennen.)

Ergebnis:

  • Authenzität
  • eigene Erfahrungen einbringen (dies jedoch sehr zurückhaltend)
  • Zeit haben
  • fachliche Infos verständlich vermitteln
  • Verständnis
  • unterschiedliche Erfahrungen mitteilen können

 

Samstag

Gesprächstechniken

Das Thema aktives Zuhören wurde in praktischen Übungen erarbeitet:

Rollenspiel:

  1. Rolle Geschichte erzählen
  2. Rolle Geschichte zusammen (an Fakten orientieren)
  3. Rolle Gefühle die in der Geschichte vorkamen verbalisieren
  4. Rolle Wünsche und Absichten der Person erkennen

Erarbeitung des Themas: wie eigene Erfahrungen einbringen.

Ergebnisse:

  • Zur Beziehungsherstellung und zum Öffnen des Gesprächspartners
  • Eigene Erfahrungen jedoch gut dosieren.
  • Nicht zu viel negatives
  • Auf Rückmeldungen achten.
  • Eigene Erfahrungen nicht wertend (z.B. Therapien)
  • Wahlmöglichkeit lassen (z.B. welche Therapien sind geeignet)
  • Aufbauende Erfahrungen schildern.

Eigene Erfahrungen dosieren wie Salz in der Suppe.

In dieser Runde wurde auch noch die Thematik der Supervision für Selbsthilfegruppen angesprochen. Diese könnte den Beratenden eine Hilfestellung sein und zur Qualitätssicherung der Beratung beitragen. Es wurde von H. Kerls-Kreß vorgeschlagen, dass man sich an die Telefonseelsorge wenden könnte. Evtl. könnte man von dort unterstützt werden.

 

Thema Grenzen setzen (Persönl. Grenzen)

Soll evtl. nochmals in einer Fortbildung angeboten werden. Viele Teilnehmer merken, dass sie oft an ihre Grenzen kommen. Wie kann man seine Grenzen vermitteln ohne jemand vor den Kopf zu stoßen. Siehe hierzu beigefügte Seminarunterlagen.

(Persönl. Grenzen)

Sonntag

Vorstellung der gesetzlichen Grundlagen der Beratung

(siehe Seminarunterlagen)

Grenzen in der Beratung - Verweisung auf weiterführende Beratungsangebote

(siehe Seminarunterlagen)

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Seminar sehr gut gefallen hat.

Die Unterkunft und Verpflegung war gut. Die anderen Teilnehmer sehr sympathisch und durch die Kleingruppenarbeit (es wurden immer wieder neue Gruppen gebildet) kam man mit allen ins Gespräch.

Es wurde viel an Wissen vermittelt, jedoch stand es auch jedem frei, wenn er eine Pause brauchte sich zurück zuziehen. Das Seminar wurde gut von Fr. Watermeier sehr gut geleitet.

Ich fühlte mich wohl und habe einiges gelernt.

Auch lernte ich die 3 Ks kennen:

KÜMMERN - KUNDIG MACHEN - KÄMPFEN

FAZIT: EMPFEHLENSWERT