Am Freitag gegen 12.30 Uhr hat Uwe mich eingeladen und es geht los Richtung Süden. Zum ersten Mal, seit ich die Strecke fahre, brauche ich nicht selbst ans Lenkrad und kann die Landschaft genießen. In Göttingen steigt Thorsten und in Kassel Andreas zu. Beide natürlich mit ihren Rädern. Schreck in Göttingen! Thorsten wird von Friderike zum Treffpunkt gebracht - und sie humpelt. „Was ist passiert?“ ist die erste Frage. „Fahrradunfall heute Morgen. Aber geht schon.“ Na, das fing ja gut an. Mir ist ganz mulmig.
Nach einigen Baustellen und Staus erreichen wir gegen 19.30 das Feriendorf Öfingen. Öfingen liegt hinter Stuttgart, wenn man aus dem Norden kommt, aber vor Freiburg.:-) Es liegt auf einem Berg, der den Namen Berg auch verdient hat. (Das sollten insbesondere die Flachländler unter den Teilnehmern noch merken). Nach einem ausführlichen Hallo zur Begrüßung durch Olli, Jens, Schorsch und Eric – das noch zweimal ob der weiteren Teilnehmer Otto, Reiner und Christian wiederholt werden musste- ging‘s an das Abendbrot. Da gab es unterschiedliche Auffassungen, ob das Essen ausreichend war oder nicht, aber die „Gerstenkaltschale“ hat geschmeckt. Weil es doch recht kühl war, haben wir uns bald in unser Häusle zurückgezogen und in den Fußballmodus umgeschaltet. Fußball war eigentlich Nebensache – es gab auch so genug zu erzählen. Gegen Mitternacht sind alle in ihre Betten verschwunden. Der Tag war lang.
Nach einem hervorragenden Frühstück geht es dann auf die Tour für alle die, die fahren konnten.
Zum Mittagessen treffen wir uns alle in Donaueschingen. Für die Radler kommt ein etwas gemütlicher Teil, der von der Vorfreude auf selbstgebackenen Kuchen von Schorsch und frischen Kaffee geprägt ist. So wird noch eine Kaffeepause eingebaut, bevor es auf die letzten 10 km geht. Die hatten es zum Abschluss der insgesamt 63 km langen Tour noch mal in sich. Es ging nur bergauf – mal mehr, mal weniger steil. Den einen oder anderen hat das Streckenprofil gezwungen abzusteigen. Aber alle sind nach 63 Kilometern, 540 Metern bergab oder bergauf, 200 Metern realem Höhenunterschied und einer Fahrzeit von 06:21 Stunden zufrieden wieder am Ausgangspunkt angekommen. Einhellige Meinung: Anstrengend - aber super Tour. Viel gesehen und den „inneren Schweinehund“ besiegt. Der Tag klingt bei herrlichem Wetter mit einem Grillabend mit Grillmeister Eric aus. Harriet hat sehr leckere Salate und eine Schwarzwälder Kirschtorte gebracht. Unglaublich lecker!
Am Sonntag morgen gibt es wieder ein sehr, sehr gutes Frühstück und anschließend „ Arbeit“. Wir müssen leider schon aufräumen und die Autos packen. Leider! Aber Eric hat sich zum Abschluss noch etwas Besonderes einfallen lassen. Wir besuchen die „Hirsch Brauerei“ in Wurmlingen. Ich empfinde es als sehr spannend, sich so eine Anlage anzuschauen, ohne dass gerade gearbeitet wird. Das war ein sehr guter und interessanter Abschluss des Wochenendes. Nach dem Mittagessen und einem Besuch im Shop der Brauerei brechen wir alle wieder Richtung Heimat auf.
Zum Schluss möchte ich mich bei Uwe für die entspannte Fahrt bedanken. Ich habe es genossen, einmal nur Mitfahrer zu sein. Ganz besonders Danke sagen möchte ich Eric und Harriet. Es war unglaublich schön, was ihr auf die Beine gestellt habt. Beeindruckt hat mich Eric mit all dem, was er für uns getan hat. Ich finde nicht die Worte, die nötig wären. Deshalb: D A N K E Eric und Harriet!
Für die nächste Tour, mit hoffentlich noch höherer Beteiligung, haben wir uns auf den 29.- 31.05.15 entlang des Mauerweges in und um Berlin geeinigt.
