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Nur eine Handvoll Leben

Fernsehfilm Deutschland 2016 - Sendetermin: Mi, 23.03.16 | 20:15 Uhr | Das Erste

 

Thomas und Annette Winterhoff bilden mit ihren beiden Töchtern aus erster Ehe eine moderne Patchworkfamilie. Die Geburt eines gemeinsamen Kindes soll ihr Glück perfekt machen. Und auch wenn Annette mit Anfang 40 als Risikoschwangere gilt, fallen beide aus allen Wolken, als sie die niederschmetternde Diagnose "Trisomie 18" erhalten.

Für Thomas – selber Arzt – steht schnell fest, dass er das Kind nicht bekommen will. Auch, weil er seiner zehnjährigen Tochter Eva diesen sicheren Verlust der mit großer Sehnsucht erwarteten Schwester nicht zumuten möchte. Doch Annette spürt nach wie vor ihr Wunschkind, dem sie in der 21. Schwangerschaftswoche schon einen Namen gegeben hat, dessen Kinderzimmer sie gedanklich bereits eingerichtet hat und das sich in ihrem Körper aktuell doch zufrieden und richtig anfühlt.

 

Die junge Familie steht vor einer hochemotionalen Zerreißprobe. Es gibt niemanden, der Thomas und Annette sagen könnte, welche Entscheidung für alle Beteiligten nun die richtige ist, ob ein kurzes Leben lebenswert sein kann und was die Familie dann tatsächlich erwartet, wenn sich die Eltern für den einen oder aber den anderen Weg entscheiden … Ein schwerer Entscheidungsprozess kommt in Gang, an dessen Ende definitiv etwas gewachsen ist: eine Familie.

(Quelle: [url=http://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/sendung/nur-eine-handvoll-leben-100.html]Filmmittwoch im Ersten[/url])

 

[quote=Drehbuchautorin Henriette Piper]Ich habe zunächst einmal in der Uniklinik Düsseldorf die Humangenetische Beratungsstelle kontaktiert und bin da umfassend über Trisomie 18 und 13 aufgeklärt worden. Wichtiger noch war für mich der Kontakt mit LEONA e.V., das ist ein "Verein für Eltern chromosomal geschädigter Kinder". LEONA e.V. gibt regelmäßig Hefte heraus, in denen Erfahrungsberichte Betroffener gesammelt sind. Da fand ich intensive "Einblicke" (so heißen auch die Hefte) in das Gefühlschaos, das die Diagnose bei den Betroffenen auslöst, auch Berichte über die Gründe für oder gegen eine Abtreibung. Vor allem fand ich dort lebendige Schilderungen davon, wie sich das Leben mit einem Kind mit Chromosomendefekt konkret gestaltet. Die Schilderungen und die Fotos zeigten mir, dass dies kein Leben in Schwarztönen ist, sondern farbig ist wie jedes andere Leben auch. Übrigens fiel mir bei der Lektüre dieser Erfahrungsberichte auf, dass sich bei den Frauen, die sich für das Austragen des Kindes entschieden, offenbar ein Gedanke durchgesetzt hatte, der ungefähr so lautet: "Man muss der Natur seinen Lauf lassen". Dahinter steht ein unausgesprochener Schöpfungsgedanke, der offenbar Trost und Stärkung geben kann. Für das Leben mit den Kindern, aber auch für das Loslassen, wenn der Moment des Sterbens gekommen ist.[/quote]

(Quelle: [url=http://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/specials/interview-regie-drehbuch-kamera-redaktion-trisomie-18-100.html]Die Macher zum Film[/url])

 

[quote=Produzentin Heike Voßler]Durch Leona e.V., der schon erwähnten Selbsthilfegruppe, haben Henriette und ich Gesa kennengelernt. Sie hat Trisomie 18 und war zu dem Zeitpunkt acht Jahre, was eher ungewöhnlich ist. Uns hat diese Begegnung mit diesem Mädchen sehr berührt. Und noch mal eine andere Dimension aufgemacht. Oder, Henriette?[/quote]

(Quelle: [url=http://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/specials/interview-regie-drehbuch-kamera-redaktion-trisomie-18-100.html]Die Macher zum Film[/url])