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UNABHÄNGIGE PATIENTENBERATUNG (UPD) MUSSTE GEHEN

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wird ab 2016 von der Sanvartis GmbH übernommen. Krankenkassen und der Patientenbeauftragte der Bundesregierung bleiben somit bei ihrer Entscheidung.

Der GKV-Spitzenverband erteilte dem Callcenter-Unternehmen im September 2015 offiziell den Zuschlag. Der Patientenbeauftragte Karl-Josef Laumann stimmte der Wahl zu. Die Vergabekammer des Bundes hatte zuvor einen Einspruch der bisherigen Träger gegen das Vergabeverfahren abgelehnt.

Die Pläne zur Umwandlung der UPD waren vom Beirat der UPD sowie von zahlreichen Patienten- und Selbsthilfevertreter/innen heftig kritisiert worden. Mit der Vergabe an ein privates Callcenter werde der Grundsatz der Unabhängigkeit und Neutralität verletzt, hieß es unter anderem. Nach Bekanntgabe der Entscheidung beendeten noch im September die Professoren Marie-Luise Dierks (MHH) und Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes, ihre Mitarbeit im Expertenbeirat für die UPD. Auslöser sei die Vergabe an die Sanvartis GmbH gewesen, teilten sie in einem Schreiben an den Patientenbeauftragten mit.

Laumann dagegen erklärte, die Beratung erhalte nun "ein modernes Gesicht": "Altbewährtes bleibt selbstverständlich erhalten. Dazu kommt eine Reihe von Verbesserungen – hin zu mehr Qualität, Regionalität und Bürgernähe. Ich bin mir sicher: Die Patientenberatung in Deutschland macht einen Quantensprung. Die Bürgerinnen und Bürger werden davon profitieren", sagte er.

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät seit 2006 mit insgesamt 21 Beratungsstellen kostenfrei, neutral und unabhängig rund um das Thema Gesundheit und hilft damit Patienten und Patientinnen ihre Rechte durchzusetzen. Bisheriger Träger ist ein Konsortium aus Sozialverband VdK, Verband Unabhängiger Patientenberatung und Verbraucherzentrale Bundesverband.

(Quelle: www.nakos.de/aktuelles/nachrichten/var@dagshg/key@1899)