Wie kann ich mein Kind am besten fördern und unterstützen? Wie eröffne ich ihm gute Chancen für seine Zukunft? Mit diesen Fragen beschäftigen sich alle Eltern. Für Eltern von behinderten Kindern gewinnen diese Herausforderungen nochmal besondere Bedeutung. Häufig sind sie mit Vorurteilen anderer Menschen, Kosten für Förderung und Behandlungen und Barrieren im Informations- und Bildungssystem konfrontiert.
Unter dem Titel „Gemeinsam stark mit Behinderung – Familie schafft Zukunft“ trafen sich 250 Mütter und Väter behinderter Kinder und Fachkräfte aus der Arbeit für und mit behinderten Menschen zu einer Fachtagung in Berlin. Anlass war das 50-jährige Bestehen des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen. In diesem Rahmen wurde das familienpolitische Manifest „Was Familien brauchen“ erarbeitet. Es verdeutlicht die Wünsche, Erwartungen und Forderungen der Familien. Von Politik und Verwaltung fordern die Eltern, die Leistungen des Sozial- und Gesundheitssystems für ihre Kinder in Anspruch nehmen zu können, ohne darum betteln oder kämpfen zu müssen. Sie fordern kompetentes Personal in Ämtern und Institutionen und Leistungen aus einer Hand, so wie die Familien sie brauchen.
In Bezug auf ihre Umgebung und ihre Mitmenschen wünschen sich Eltern gemeindenahe, verlässliche Dienste, die nicht aussondern, Solidarität unter Familien mit einem behinderten Kind und respektvolle Begegnungen mit den Mitmenschen. Das gesamte Manifest erhalten Sie im Internet unter www.bvkm.de
Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. wurde am 09.10.1959 gegründet und ist ein Zusammenschluss von rund 28.000 Mitgliedsfamilien in 250 regionalen Selbsthilfeorganisationen.
